Bloß nicht! Tipps für Ecuador

Bloß nicht! Fettnäpfchen in Ecuador

In Ecuador ist man gut unterwegs, wenn man sich an die allgemeinen Regeln der Höflichkeit hält, die man als Reisender generell beachten sollte. Dazu gehört ein im Zweifel eher zurückhaltendes Auftreten. Oftmals verbessert man eine Situation nicht dadurch, dass man seinem Unmut oder seiner Meinung lautstark und auf arrogante Weise Ausdruck verleiht. Geduld, Gelassenheit und Freundlichkeit helfen bei vielen Gelegenheiten, insbesondere beim Zusammentreffen mit Grenzbeamten und Servicepersonal weiter. Korruption ist verbreitet, aber man sollte sehr vorsichtig sein, bevor man versucht – vor allem ohne ausreichende Spanischkenntnisse – eine Situation durch Zahlung eines Geldbetrages zu lösen.

Höflicher und respektvoller Umgang

Als Fremder tut man gut daran, sich im Zweifel nach dem Verhalten der Einheimischen zu richten, um sich nicht durch Unkenntnis in unangenehme Situationen hinein zu manövrieren und Menschen im Gastland zu beleidigen. Grundsätzlich sind Ecuadorianer sehr freundlich und hilfsbereit.

Bevor Personen fotografiert werden, ist immer deren Erlaubnis, ggf. die der Eltern, einzuholen! Polizisten und militärisch und strategisch bedeutsame Einrichtungen (Flughäfen) dürfen nicht fotografiert werden.

Als Frau allein in Ecuador zu reisen, ist generell kein Problem. Frauen sind jedoch noch ungestörter unterwegs, wenn sie auch in Bezug auf die Kleidung und ihr Verhalten zurückhaltend sind. Dann reduzieren sich die Kontaktversuche südamerikanischer Männer auf ein geringes Maß. Es ist zu bedenken, dass in weiten Teilen Südamerikas zwischen Männern und Frauen eine andere Kultur herrscht als in Europa. Überschwängliche, aber nicht ernst gemeinte Sympathiebekundungen sind an der Tagesordnung. Inwiefern eine Frau Anlass zu Kontaktversuchen gibt, kann sie durchaus selbst beeinflussen.

Ein Interesse an sämtlichen Facetten des Landes, zusammen mit grundlegenden Sprachkenntnissen hat schon manchen Reisenden unvergessliche Momente authentischer Begegnungen mit Einheimischen beschert.

Gastgeschenke

Wie auch in Deutschland sind übertriebene Geschenke oder Geldspenden nicht empfehlenswert, da sie den Empfänger in Zugzwang bringen können. Eine angemessene, wohl überlegte Aufmerksamkeit kann jedoch neuen Freunden und fremden Menschen Freude bringen.

Bevor du Kindern auf der Straße Geld oder Süßigkeiten gibst, was zu verstärktem Betteln anregt, denk lieber darüber nach, ob du nicht besser Geld für eine Wohltätigkeitsorganisation spenden möchtest.

Indígenas

Die Bezeichnung als "indio" wird von den Einheimischen als rassistisch und abwertend empfunden. Besser ist es, von den "indígenas", der indigenen Bevölkerung, zu sprechen.

Diskussionen

Generell vorsichtig sollte man bei Diskussionen über Religion, Geschichte, Politik und Wirtschaft sein. Geld ist immer ein sensibles Thema. Deutsche Backpacker werden oftmals für reich gehalten, nur weil sie aus Europa kommen - unabhängig davon, wie lange sie für die Reise sparen mussten und worauf sie dafür verzichtet haben. Diesen falschen Eindrücken sollte durch kontextfreie, unqualifizierte Kommentare nicht noch Vorschub geleistet werden. Außerdem ist alles relativ – und ein konkretes Einkommen erst aussagekräftig, wenn man Steuern, Versicherungen sowie Preise für Miete und Nahrungsmittel damit im Zusammenhang betrachtet.

Handeln

Das Handeln auf Märkten ist in vernünftigem Maße erlaubt. In Läden, in denen Preise angeschrieben sind, ist es nicht erwünscht. In kleinen Unterkünften kann man unter Umständen um den Zimmerpreis handeln, in größeren Hotels ist es nicht angebracht. Der Preis einer Taxifahrt ist vor Fahrtantritt zu verhandeln, falls der Fahrer nicht, wie eigentlich vorgeschrieben, tagsüber das Taxameter benutzt.

Trinkgeld

Trinkgeld in Höhe von etwa zehn Prozent des Preises wird in höherklassigen Restaurants auf die Rechnung aufgeschlagen. In einfachen Gaststätten wird in der Regel kein Trinkgeld erwartet, obwohl es gern gesehen ist. Trinkgeld sollte man besser nicht einfach auf dem Tisch liegen lassen, sondern dem Personal direkt geben. Auch sonstige Serviceleistungen wie Koffertragen etc. sollten belohnt werden. Es ist nicht üblich, Taxifahrern Trinkgeld zu geben. Bei einer Reise auf die Galápagos-Inseln oder bei sonstigen gebuchten Touren, z.B. in den Regenwald, sollte man sich darauf einstellen, dass Guides und Servicepersonal ein entsprechendes Trinkgeld erwarten.

Nachhaltiges Reisen

Auf jeder Reise sollte man einen nachhaltigen Reisestil pflegen, d.h. Natur und Kultur eines jeden Landes achten und schützen. Wenn möglich, sollte die einheimische Wirtschaft unterstützt werden, was beim Übernachten, Einkaufen und Buchen von Ausflügen zu bedenken ist. Wasser zu sparen ist überall angebracht. Zum Teil werden touristische Einrichtungen auf Kosten der Einheimischen bevorzugt mit Wasser versorgt.

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Ecuador


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