Bloß nicht! Tipps für Chile.

Fettnäpfchen!

Bloß nicht!

Im Allgemeinen sind die Chilenen gegenüber Touristen sehr gastfreundlich. Als Ausländer hast du zudem meist den Vorteil, dass sich die Chilenen dir gegenüber oft interessiert und aufgeschlossen zeigen und auch eher einen Fauxpas verzeihen. Entsprechend höflich solltest du ebenfalls sein und mit einem Lächeln, ehrlicher Neugier und wenigstens ein paar Worten Spanisch sammelst du Punkte. Folgendes solltest du beim Zusammenkommen mit Chilenen bzw. in Chile beachten:

Pünktlichkeit: Flugzeuge und Fernbusse sind in der Regel pünktlich. Bei Verabredungen hingegen wird es mit der Pünktlichkeit nicht so genau genommen, also rechne mit mindestens 15 Minuten „Verspätung“ wenn du dich mit jemandem triffst (und sei auch nicht gleich verärgert wenn es noch ein paar Minuten mehr sind) und stehe selbst nicht eher als verabredet auf der Matte wenn du jemanden besuchst sondern lieber eine Viertelstunde später.

Äußerlichkeit: Darauf legen die Chilenen schon größeren Wert. In der Arbeitswelt empfiehlt es sich, dass du auf formelle Kleidung achtest, d.h. keine kurzen Hosen, Sandalen, Jeans etc. Bei Männern werden Ohrringe, Piercings, lange oder ungepflegte Haare nicht gern gesehen, Frauen sollten auf kurze Röcke verzichten und Beine sowie Achseln rasieren um nicht unsympathisch aufzufallen. Und: Benutze lieber zu viel als zu wenig Deodorant.

Anrede: Zunächst solltest du immer die förmliche „Sie“-Anrede („usted“) wählen, gerade wenn du dir unsicher bist. Vor allem älteren Leuten gegenüber sowie bei formellen Anlässen ist das angebracht. Jüngere Leute hingegen wollen oft nicht mit „Sie“ angesprochen werden. Auf Arbeit wechselt man meist schnell von der „Sie“- zur „Du“ Form.

Begrüßung: Hierbei kann man leicht in ein Fettnäpfchen treten. Deshalb: Männer untereinander schütteln die Hände, kennt man sich schon besser wird sich auch gern auf die Schulter geklopft. Frauen untereinander küssen sich (ein (!) kleiner bzw. gehauchter Kuss auf die Wange, auch unter Fremden die außerdem auch noch die Hände schütteln können). Männer und Frauen begrüßen einander ebenso wie Frauen untereinander. Liegt man altersmäßig weit auseinander, ist es auch in Ordnung der Frau nur oder zusätzlich die Hand zu schütteln. Gern gehört werden im übrigen auch Phrasen die die Freude über das Zusammentreffen zum Ausdruck bringen. Und was die Tageszeit betrifft: bis zum Mittag sagt man „Buenos dias“ (Guten Tag), danach bis etwa 20 Uhr „Buenas tardes“ (Guten Abend) und danach „Buenas noches“ (Gute Nacht). Zur Verabschiedung sagt man „Adios“ oder „Hasta luego“ (Bis später). Wenn Du ein Angebot oder eine Einladung ablehnst, so sage „No gracias“, denn nur „Gracias“ wird eher als „Si, gracias“ interpretiert.

Verhalten gegenüber Polizisten: Den Polizisten („carabineros“) solltest du stets mit dem nötigen Respekt gegenüber treten. Zu Späßen sind sie in der Regel nicht aufgelegt, versuche besser nicht mit Ihnen zu handeln und verzichte auf „Trinkgeldangebote“. Hat man ein ernsthaftes Problem oder hast du dich selbst in eine missliche Lage gebracht, kannst du aber auf konkrete Hilfe zählen – so wird auch zum Beispiel mal extra für den Reisenden ein Bus auf offener Straße angehalten.

Verhalten im öffentlichen Raum: Das Konsumieren alkoholischer Getränke in der Öffentlichkeit (Straßen, Plätze) ist verboten, Rauchen in öffentlichen Gebäuden und in öffentlichen Verkehrsmitteln ebenso, Drogenhandel und Drogenkonsum generell. Ach ja: In Chile hat die Kirche noch einen großen Einfluss auf das Leben der Menschen. Der überwiegende Teil der Bevölkerung gehört der katholischen Glaubensrichtung an. Über Sex in der Öffentlichkeit wird daher sicherlich nicht so leicht hinweggesehen.

Panik bei Erdbeben: Ist fehl am Platz. Kleinere kommen in manchen Regionen häufiger vor. Wenn die Erde wackelt solltest du nicht fluchtartig das Gebäude verlassen und auch keine Fahrstühle benutzen. Suche Schutz unter einem Torbogen, notfalls unter einem Tisch oder Ähnlichem.

Trinkgeld: Üblich ist es in Chile wenn du etwa 10 % des Rechnungsbetrages als Trinkgeld gibst, wobei du auf volle Beträge aufrundest.

Zum Schluss noch folgender Hinweis: Im Süden Chiles, in der Seenregion, lebt eine größere Zahl deutschstämmiger Einwohner. Den Chilenen ist die deutsche Kultur also nicht fremd und die Nachfahren der Einwanderer sind voll akzeptiert und integriert. Beim Thema „Zweiter Weltkrieg“ ist es aber gut, wenn du besonders sensibel bist, denn bei manchen Leuten haben die Deutschen allgemein noch immer einen schlechten Ruf.

 

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