Politik und Wirtschaft in Brasilien

Staatsform und Wahlen

Politik und Wirtschaft in Brasilien

Brasilien ist eine präsidiale Bundesrepublik. Es gibt einen Bund, Bundesstaaten und Kommunen. Der Präsident, der alle vier Jahre direkt vom Volk gewählt wird, hat die exekutive Macht, ist Staatsoberhaupt und Regierungschef und stellt das Kabinett zusammen. Neben ihm stehen der Vizepräsident und mehrere Bundesminister. Die Judikative besteht aus dem Nationalkongress. Dieser setzt sich aus Abgeordnetenkammer und Senat zusammen. Abgeordnete werden für vier Jahre und Senatoren für acht Jahre gewählt.

. Ein großes innenpolitisches Problem sind die starken Einkommensunterschiede und damit verknüpft Armut, Kriminalität und Inflation. Umweltpolitik stellt einen immer wichtiger werdenden Bereich dar. Die Rechte der indigenen Bevölkerung sind in der Verfassung festgeschrieben. Ca.0,2-0,5% der indigenen Stämme leben in Schutzgebieten, die 13% der Landesfläche umfassen.

Die stärkste Partei Brasiliens ist die PMDB (Brazilian Democratic Movement Party), danach folgt die Arbeiterpartei PT und die PSDB (Brazilian Social Democracy Party).

Wirtschaft

Gemessen am Bruttoinlandsprodukt ist Brasilien die sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt. Die Wirtschaftslage wird durch ein stabiles Wachstum gekennzeichnet. Das Pro-Kopf-Einkommen ist allerdings recht gering. Etwa 26% der Menschen leben unter der Armutsgrenze. Immer mehr Leute ziehen in die Städte, da sie sich dort Jobs erhoffen. Eine Folge davon ist, dass die Armenviertel der Städte immer größere Ausmaße annehmen.

Tourismus macht in Brasilien nur ein halbes Prozent des Bruttoinlandsproduktes aus. Die Tendenz ist aber steigend. Die weißen Strände an der Küste, der Amazonas, die Iguaçu-Wasserfälle und Städte wie Rio de Janeiro sind Tourismusmagneten. Die schlechte Infrastruktur, vor allem im Norden, teure Inlandsflüge, schlechte Straßen und vor allem die hohe Kriminalität gehören zu den Problemen, die dem Tourismus entgegen stehen.

Das Dienstleistungsgewerbe hat mit einem Anteil von etwa zwei Dritteln den größten Anteil am Bruttoinlandsprodukt, gefolgt von der Produktionsindustrie mit 17%. Hergestellt werden Schuhe, Textilien, Chemikalien, Maschinen, Motoren, Zement und Stahl. Landwirtschaftlich angebaut und verarbeitet werden vor allem Kaffee, Soja, Weizen, Reis, Mais, Zuckerrohr, Kakao, Zitronen und Rindfleisch. Geförderte Rohstoffe sind Erdöl und Eisenerz, aber auch Mangan, Kohle, Bauxit, Nickel, Zinn, Silber, Diamanten und Gold.

Zu den Exportschlagern des Landes gehören Motoren, Maschinen, Eisenerz, Sojaprodukte, Transportzubehör (v.a. für die Luftfahrt), Schuhe, Kaffee, Fahrzeuge, Zucker und Ethanol. Hauptabnehmer sind China, Argentinien, die Niederlande und Deutschland. Aus den USA und China werden v.a. Elektrogeräte, Maschinen, Öl und Chemikalien importiert.

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