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Transkalahari Highway

03.6.2009: Swakopsmund - Mamuno, Fahrstrecke: 550km

Marcus war krank. Irgendeine Magen-Darm-Grippe. Da es in Swakopmund so kalt und ungemütlich war mit dem Nebel und der Luftfeuchtigkeit und dem Wind beschlossen wir dennoch weiter zu fahren.
Im Prinzip begann damit unsere Rückreise. Als Route hatten wir uns vorgenommen über Windhoek immer Richtung Osten zu fahren - bis nach Botswana und dann den Transkalaharie Highway zu nehmen. Und in Lobatse die Grenze nach Südafrika zu überqueren und dann Johannesburg....
Das Navi übernahm die Routeplanung und nachdem wir Windhoek hinter uns gelassen hatten kam dann vom GPS ein Spruch "fahren Sie 1300km gerade aus - und biegen dann links ab". - SUPER. Windhoek die Hauptstadt war übrigens in 10 Minuten komplett einmal durchquert - Marcus hats im Delirium nicht mal mitbekommen das es sowas wie eine Stadt gab.
Zwischen Gobabis und Mamuno Grenzübergang suchten und fanden wir eine Unterkunft. Die Fahrstrecke betrug damit ca. 550km. Marcus ging es dreckig und er musste mehrmals raus kotzen usw. volles Programm. Camping war also keine Option. Die gefunde Unterkunft "Die Dam Challets Restaurant Camping" - Lodge war an sich sehr schön und wir wurden in unserer Hütte bewirtet.

04.06.2009: Fahrt von Mamuno - Mabutsane, Fahrstrecke: ca. 600km

Marcus hatte das schlimmste hinter sich und ihm gings wieder einigermaßen besser. Dennoch fuhr ich auch heute allein die Strecke. am Grenzübergang Mamuno wie immer der Einreisequatsch für Botswana. Hätten wir gewusst, das wir mehrmals nach Botswana einreisen hätten wir uns einiges an Gebühren sparen können wenn wir fürs Auto eine Multiple Entry Permit oder so gekauft hätten. Aber wie immer war alles unproblematisch inzwischen kannten wir auch alle Daten aus dem Kopf - die man immer so braucht.... (Fahrgestellnummer, EngineNummer, Baujahr, Fahrzeugschlüsselnummer, usw.)

Der Transkalahari Highway war 1a in Schuss, komplett eben und durchgängig asphaltiert. Man konnte also problemlos 160km/h fahren wenn man den Sprit und Speedingtickets zu bezahlen bereit ist. Zu sehen gabs auf der Strecke so gut wie nichts. Aber für uns war es ja auch der Rückweg und wir hatten keine Zeit irgendwie mal den Highway zu verlassen und was anzuschauen. Die Wüste bzw. Steppe ist verständlicherweise unbewohnt und nur sehr vereinzelt gab es Farmen - von Orten ganz zu schweigen. Dennoch ist die Kalaharie nicht eine Sandwüste wie man es sich vielleicht vorstellt - sondern eher wie eine Steppe mit Gras und kleinem Gestrüpp bewachsen das teilweise einen üppigen grünen Eindruck macht.

Übernachtet wurde auf einer stillgelegten Seitenstraße im Gestrüpp irgendwo vor Mabutsane im Dachzelt. Ein Lagerfeuer gegen die Kälte gabs auch.

05.06.2009: 

Frühstücken und Duschen in Eile weil wir keinen Bock auf die Kühe hatten die auf dem Gelände um uns rundrum standen und nervten.

Von Mabutsane Botswana ging es dann bis nach Lobatse zum Grenzübergang nach Südafrika. Und ein Stückchen weiter bis nach Zeerust. Dort dann erstmal in eine Tuckerkneipe eingekehrt und Burger gegessen und diverse Motel/Hotels abgecheckt. Wir hatten nämlich noch zwei Tage und wollten es zum Abschluss nochmal schön gemütlich habe. Einige Kilometer aus aus Zeerust Richtung Rustenburg fanden wir dann ein unscheinbares Schild an einer Farm. "Ramalo Lodge - self catering") In der Hütte die uns der Besitzer auf seiner riesigen Farm zeigte (10 Minuten mit dem Jeep durch die Farm bis zur Hütte...) kehrten wir ein. Wir hatten die 2 Etagen der Hütte für uns alleine und ließen es uns gut gehen.

06.06.2009: 0 km
Fotosession - so ein bischen die Ausrüstung unseres Geländecampers fotografiert und Spritztour nach Zeerust - Souveniers kaufen und Burger essen. Und weils so langweilig war eine Showeinlage: Schmeissi bekommt die Tür zu seinem Schlafzimmer nicht mehr auf. Egal - Marcus soll helfen. Was macht der Kerl: Er wumst so gegen die Tür und Türklinke bis die Klinke abbricht. - Super. Uns bleibt nichts anderes übrig als zum Besitzer zu laufen und um Hilfe zu bitten. Was aber alles unproblematisch war. Abends Lagerfeuer hinterm Haus und mit dem Besitzer=Farmer gequatscht. Als Abschiedgeschenk vermachen wir ihm noch unsere überzähligen Biere und Essenvorräte.

07.06.2009: Zeerust - Johburg, Fahrstrecke 240km
Gemütliche Fahrt  nach Johannesburg - mit Navi alles total relaxt. Krass durch Gettos gefahren und fast nicht getraut zu filmen. Dort stehen dann wirklich die Schwarzen um brennende Mülltonnen auf der Straße, Steine überall auf der Fahrbahn und abgewrakte Autos mal hier mal dort. Dazu die Lumpengestalten beim rauchen, saufen oder Klebstoffschnüffel. Mit soviel Muffensausen hatten wir nicht mal während der Offroad Kalahariedurchquerung.
Autowäsche stand dann noch auf dem Programm und notdürftiges polieren vom Lack weil das Auto schon arg mitgenommen aussah.
Der Rückflug ging Problemlos vonstatten. Abflug 19:40 in Johannesburg - umsteigen in Paris und am 08. Juni um 10:10 warn wir wieder in Leipzig.

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