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Swakopsmund

01.06.2009: Brandbergmassiv - Swakopmund, Fahrstrecke 210km

Wieder mit Traumkulisse aufgewacht - es war bereits Mittag. Bei Licht ließ sich bedeutend einfacher ein Weg durch die Steinhaufen finden und kurze Zeit später waren wir in unserem geliebten Flussbett. Aktion am Morgen - mit Vollgas im Ersten Geländegang gings etliche Kilometer durch den Sand und Kies. Zweimal mussten wir schaufeln und Feuerholz unterlegen dann hatten wirs geschaft und die "Straße" erreicht. An dem Abzweig zur "Hauptstraße" C35  (was auch nur eine Sandpiste war) trafen wir einen der Guides von gestern abend wieder. Er fuhr dann mit uns bis nach Uis.

Kaum hatten wir unseren Mitfahrer in Uis ausgeladen - bemerkte er das bei unserem Geländewagen hinten links die Blattfedern kaputt waren. Beim genauen hinschauen und vergleichen mit der rechten Radaufhängung mussten wir zugeben das tatsächlich von den vier Blattfedern nur noch eine übrig war und bis zum Anschlag durchgeknickt war. Welch Glück das wirs endlich bemerkten - wer weis was alles mit 140 Sachen auf der Piste hätte passieren können oder beim echten Offroad fahren. Reparieren lassen wollten wir uns den Schaden in dem Nest UIS dennoch nicht. Also fuhren wir mit normalem Tempo 80 - 100 die Piste weiter Richtung Swakopmund. Eigentlich wollten wir auf dem Weg dorhin noch einen Tag in die herrliche Wüste abzweigen die sich mit dem Geländewagen einfach hätte befahren lassen - allein mit dem Schaden wollten wir es nicht riskieren und so schnell wie möglich nach Swakopmund.

Wie immer beeindruckte uns die Wüstenlandschaft. Gegen Nachmittag hatten wir die 210km bis Swakopmund abgespult und suchten die Unterkunft "Alternative Space" in der ich vor 4 Jahren mit Tomomi (Afrika 2005) eingekehrt war (Adresse: The Alternative Space B&B, 167 Anton Lubofski Street, Swakopmund). Swakopmund war genauso klein (34.000 Einwohner, 2. größte Stadt Namibias) und überschaubar wie die Jahre zuvor und so fanden wir uns schnell zureckt. Wir checken für 2 Tage ein.

Reperaturodyssee: Nun war es an mir die Reparatur anzuleiern. Zuerst eine Autowerkstatt angesteuert und begutachten lassen - anschließend sollte die Autowerkstadt mit dem Vermieter klären wie das mit den Reparaturkosten geregelt wird. Dabei kam heraus das die Werkstatt nicht reparieren darf - und ich wurde promt aus dem Laden geschmissen und beschipft als "Zeitdieb". Also direkt beim Vermieter anrufen - nach dem Erwerb einer Telefonkarte bei der Post versteht sich. Ich erfuhr die anzusteuernde Werkstatt - aber leider war die Adresse unauffindbar. Irgendwann nach dem ich an diversen Telefonzellen im Industrie-Getto-Viertel vergeblich auf Rückrufe oder Abholung gewartet hatte gab ich auf. Zurück zur Unterkunft und telefonisch um Abholung von dort gebeten - was aber erst für morgen möglich war.

Ziemlich groggi von der Wanderung gestern und dem rumgesuche schlenderten wir noch an die Strandpromenade und kehrten im "Lighthouse" ein.

02.06.2009: Fahrstrecke: 0km

Die Nacht war relativ kalt und in den Gewölben des "Alternative Space" wurde es nicht wirklich warm - es war ja auch Herbst/Winter zu dieser Jahreszeit und ne Heizung gibts hier nicht. Die Stadt hing im Nebel der sich permanent zwischen Küste und Wüste sammelte. Heute war Ruhetag für uns - daher ging jeder seine eigenen Wege. Marcus ging schwimmen ins Schwimmbad neben dem Lighhouse. Und ich schlenderte durch die Stadt und kleinen Shops ab - Internet usw. Irgendwann kam auch jemand unser Auto abholen zum Reparieren. Und am Abend hatten wir das Auto wieder. Der Spass war komplett kostenlos für uns - bis auf die Telefonkarte :). Danke KEA!

Eigentlich wollte ich diesmal in Swakopmund die Chance nutzen und mit einem kleinen Quad durch die Sanddünen fahren - aber leider gabs bei dem Quadverleih nur geführte Touren und darauf hab ich keinen Bock. Also fuhren wir nur mit dem reparierten Geländewagen in die Dünen und tranken dort Kalua und Vodka beim Sonnenuntergang mit herrlichen Blick auf die Stadt. Am Abend gings erneut ins Lighthouse - wir waren schon ziemlich dicht als wir ankamen und mussten leider noch eine Runde an der Bar warten ehe das Restaurant tatsächlich öffnete. Wir amüsierten uns prächtig und fuhren hageldicht zurück zum SPACE. Irgendwie war dann anscheinend das Seafood gelumpe was Marcus im Lighthouse gegessen hatte verdorben gewesen - und Marcus begann zu kränkeln und hatte Magenschmerzen.

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