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Caprivi Strip Namibia

29.5.2009:

Heute hatten wir uns eine riesen Strecke vorgenommen. Vom unserem Zeltplatz bei Kasane sollte es durch den Chope NP zum Namibischen Grenzübergang NGOMA Bridge gehen. Danach den als Caprivi Strip bezeichneten Landzipfel von Namibia bis nach Grootfontain. Es waren letztendlich 900km die wir geschrubbt hatten.

Auf Namibischer Seite hätte man sich irgendwo eine 160N$ teure Roadpermit kaufen müssen. Allein wir habens vergessen und später gabs die Permit nirgends. Was aber nicht schlimm war weil uns nie jemand danach fragte und wir auch später die Permit nicht benötigten / bezahlen mussten :).
Im großen und ganzen war der Caprivi Strip nichts besonderes einfach eine schnurgerade Straße und rechts und links gabs nichts, nichts, nichts. OK es gab Termiten Hügel ab und zu.
Irgendwann nähe Grootfontain gabs dann wieder so etwas wie Zivilisation und wir kaufen am Straßenrand Feuerholz ein. Das war witzig weil die Frauen die das Holz vertickten auch andere Dienstleistungen an den Mann bringen wollten.

Eingekehrt wurde am späten abend beim "Buren-Faschisten" (Die Kraal Camping). Immerhin konnte die Frau vom Faschisten lecker Steak kochen und wir genossen den Abend bei der einen oder anderen Story.  Hier muss ich kurz erwähnen das die Deutschen die es noch in Namibia gibt eigentlich immer nur rumgemeckert haben wenn man ihnen die Gelegeneheit dazu gab.

Samstag, 30.Mai 2009:

Fahrt von GrootFontain bis Brandberg stand heute auf dem Programm - 660km. Und obwohl der Buren-Faschist gestern meinte "...bis Brandberg schafft ihrs nicht an einem Tag..." - haben wirs geschafft.
Zuerst hieß es in Grootfontain Bargeld besorgen. Das anstellen hat sich gelohnt - wir hatten nun die Taschen voll. Mit dem Geld gabs dann auch Benzin denn unser Tank war nach der gestrigen Fahrt komplett leer. Auf dem Weg zum Brandberg hatten wir noch einige Sehenswürdigkeiten eingebaut und so mussten wir einen kleinen Bogen fahren. Kurz hinter dem Dorf Khorixas fanden wir eine abgelegene Lodge mit Pool bei der wir Mittag essen konnten. Schmeissi hat sich ein "3 Gänge Menü" bestellt. Also lauter Sachen wie Wienerwürste, Pommes, Burger, Steak...

Nach der Stärkung stand zuerst die Besichtigung des steinernen Waldes (Petrified Forest; 30 N$ pro Person ) auf dem Programm.

Anschließend gings zu den Twyfelfontein Rock Engraivings (60 N$ pro Person) was wohl ein UNESO Welterbe darstellt. Die Landschaft ist wie überall in Namibia total krass - die Felsmeißelei dagegen hat mich jetzt nicht ungehaun. Aber wir gingen die "Kultur" Tour mit Gelassenheit an - hatten wir uns ja bisher kaum was Kulturelles reingezogen. Am besten war das Mißverständnis "here you can see an eroded giraff" was ich mal als "what: an erotic giraff?" nachplapperte und die in der Tour anwesenden Franzosen sich daraufhin voll weghauten. Zum abschluss gabs noch einen Abstecher zu den Orgel Pfeifen (Organ Pipes). Diese warn kleiner als gedacht - dafür war die Besichtigung kostenfrei. Den Burnt Mountain haben wir dann auch noch im vorbeifahren bei Sonnenuntergang mitgenommen.

Abends war die Landschaft besonders herrlich und so fuhren auf den Sandpisten wir mit feiner Musik dem Brandberg entgegen. Im Dunkeln dann angekommen und per GPS versucht den ausgetrockneten Flußlauf entlang des Brandberges zu fahren. Wir wollten ja den nächsten Tag den höchsten Berg Namibias besteigen und nicht allzuweit laufen. Allerdings wollten wir eine ganz bestimmte Stelle erreichen die wir uns zuvor ausgeguckt hatten. Leider war die Offroad fahrerei im Fluss gar nicht mal so einfach. Und der lose Sand und Kies machte ein Steuern eigentlich unmöglich. Also lenkten wir nach 30 Minuten Fahrt mit Vollgas im Ersten Gang ein erreichten mit Müh und Not gerade so die Feste Uferzone. Beim Paul Oakenfold aus dem Gettoblaster tanzten wir noch ne weile um unser Lagerfeuer und dezimierten den Bier und Vodkavorrat.

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