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Moremi Game Reserve

immernoch 26.05.2009 - 150km:

Nach dem Rundflug hatten wir eigentlich keine genaue Urlaubsplanung. Marcus wollte unbedingt die Victoria Falls in Zimbabwe besuchen und so hatten wir die Wahl den Highway zu nehmen über Nata oder die "direktere" Verbindung quasi Luftlinie über den Chobe Nationalpark.
Letzere nahmen wir natürlich weils abenteuerlicher war und angeblich eine schwere Offroad Strecke sein soll. 

Da unsere Planung ab hier spontan war mussten wir zuerst ins DWNP Office in Maun fahren um uns eine Eintritts- und Camp-Permit für den Park zu kaufen. Das Office war dann auch gegen Mittag gefunden und in dem Bürokontainer wieselten 6 Angestellte eifrig umher. Nach langem recherchieren und hin und her hatte die gute Dame tatsächlich für uns einen freien Campingplatz gefunden allerdings nicht im Chobe Nationalpark sondern im Moremi Game Reserve was quasi auf der Strecke liegt. Da wir keine andere Wahl hatten beschlossen wir dort eine Nacht zu bleiben und am nächten Tag den Chobe Park in einem Ritt zu durchqueren (lach... 300km offroad... aber dazu später). Auch diesmal blieb uns die exakte Preiskalkulation siehe Reisevorbeitung verschlossen aber wenn sie uns wieder zuwenig berechnen beschwert man sich ja nicht.

Endlich nachdem der Papierkarm erledigt war gings los zu unserer 2. Offroad "Expedition". 180 Liter Benzin voller Wassertank und neuen Vorräte - wir waren in super Stimmung. Das GPS gab uns den Weg exakt vor und so fuhren wir nach Xakanaxa im Moremi Game Reserve direkt am/im Okavango Delta.

Kaum im Park wo man wie immer nur 40km/h fahren darf drängelte hinter mir ein fetter Jeep und überholte uns mit einer deftigen Staubwolke. Gelacht haben wir als wir wenige Minuten später den Jeep im Straßenrand stehen sahen und uns winkte damit wir "helfen". Nungut dachten wir, mal schauen und fuhren langsam am Fahrzeug vorbei. Die winkende Touristin winkte immer heftiger als ob sie Angst hatte das wir doch ohne zu helfen vorbeifahren würden. Ich ließ das Fenster runter und beugte mich rechts zu ihr raus - im Schrittempo fuhr ich an sie ran. Auf jeden Fall war Sie plötzlich total sauer schrie "fuck - only stupid people in the world" oder irgendwas in diesem Sinne und der Mann im Auto sitzend zeigte den Stinkefinger. Sie sprang auf stieg ein und brauste davon. Mmh irgendwas habe ich verpasst... und plötzlich sah ich das kleine flache  geplatzte, ausgelaufenen Chamäleon hinter meinem Vorderrad. Tja es war das letzte seiner Art sodass wir leider kein lebendes mehr als Beispielfoto hier zeigen können. auf jeden Fall hätte sich die Frau vor das Chameleon stellen können - dann gäbe es jetzt wenigstens ein "stupid people" weniger auf dieser Welt.

Ohne weitere Vorkommnisse aber um einen running Gag reicher fuhren wir zur vorgeschriebenen Campsite. Das Camp bestand diesmal aus nummerierten "Slots" entlang eines Flusses. Mit Grillplatz und nagelneuen Sanitären Einrichtungen. Allerdings gab es keinen Strom (war ja auch nicht nötig) und keinen Zaun. Letzteres war dahingehend mulmig das keine 2 Minuten nachdem wir zu Fuß alles erkundeten ein Elefant keine 2m an unserem Auto vorbeilief. Andere Gäste des Camps waren ganz aus dem Häuschen und wir habens verpasst als wir die Duschen checkten.

 

27.5.2009: Moremi Game Reserve bis Chope NP Savuti Camp, 150km

Nach dem Aufstehen gings zum Bootsanlegesteg einige hundert Meter hinter dem Camp. Dort wartete bereits der Bootsmann und die Rentnertouristen. Wir hatten den Abend zuvor mit den Rentnern aus UK vereinbart das wir uns in die einstündige Bootsfahrt reinteilen damits für alle günstiger wird.
Danach lassen wir uns noch Tips bezüglich Grenzübertritte bei den Viktoriafalls geben und fahren los. Tagesziel war ja die durchquerung des Chobe Parks in einem Ritt *lach*. Unterwegs bekommen ein herrliches Tierparadies geboten.

Später kommt uns ein Jeep entgegen und rät uns umzukehren, weil es tiefe Wasserlöcher gibt. "You won't make it". Aber wir lassen uns nicht beirren und unser Ehrgeiz ist geweckt. Ein paar Kilometer später kommen wir an ein scheinbar tiefes Wasserloch an dem wir 1h Stunde beratschlagen und austesten. Schmeisse wadet sogar mit zwei umgebundenen Müllsäcken durch, um die Tiefe zu testen. (Die Müllsäcke hab ich blos an weil Marcus mir immer von irgendwelchen Insekten Angst macht die sich angeblich durch die Fußsohlen boren usw.). Schließlich fahren wir mit viel Anlauf durch und zelebrieren das ganze auf Video. Wir klatschen ab und schreien vor Freude.  Wenig später wartet bereits die nächste Wasserdurchquerung auf uns - auch diesmal  verloren wir einiges an Zeit um die Lage zu checken. Am Nachmittag beim 2. Bier baut Schmeissi dann Mist. Eins der vielen Wasserlöcher auf dem Weg hatte ich falsch eingeschätzt und wegen unserer Sprittsparphobie waren wir nur im 2-Wheel Modus. Irgendwie war der Radius um das verschlammte Wasserloch zu klein und mir rutschte der Jeep hinten Weg rein ins 5m durchmessende Loch. Irgendwie schafften wir es dann aber doch durch viel Feuerholz unter den Rädern und langem hin und herruckeln (mit der Kupplung AuAuauuu) rauszukommen.

Erste Wasserdurchfahrt

Steckenbleiben im Schlammloch

Am Ende des Tages treffen wir zwei völlig erschöpfte Holländer. Ein Vater-Sohn Kombination mit Spielzeugjeep und 10l Sprit übrig. Heilfroh uns zu treffen, fahren wir zum Ausgang des Moremie Parks bzw. Eingang des Chobe Parks. Die 2 Holländer kaufen von uns 20 L Benzin für 15US$ und fahren Richtung Zivilisation - die hatten die Schnauze voll (blutige Hände vom ewigen freischaufeln ... einfach keine Ausrüstung dabei...).

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