Politik und Wirtschaft in Costa Rica

Staatsform und Wahlen

Politik und Wirtschaft in Costa Rica

Costa Rica ist eine klassische Präsidialrepublik. Das bedeutet, dass das Staatsoberhaupt, der Präsident, weitreichende Machtbefugnisse hat und das Herz der Politik im Land darstellt. Abgesehen von den repräsentativen Aufgaben, wie sie etwa auch der deutsche Bundespräsident wahrnimmt, ist das Staatsoberhaupt Costa Ricas gleichzeitig Regierungschef. Unter ihm stehen zwei Vizepräsidenten und ein Kabinett aus 15 Politikern. Die Nationalversammlung, das Parlament besteht aus 57 Abgeordneten, welche die legislative Gewalt darstellen. Sowohl Parlament als auch Präsident werden alle vier Jahre direkt von der Bevölkerung gewählt.

Anders als einige andere Staaten im mittelamerikanischen Raum wird Costa Rica eine funktionierende Demokratie attestiert. So gibt es mehrere große Parteien, die um die Gunst der Wähler buhlen. Die Bedeutendste von ihnen ist die Partido Unidad Social Cristiana. Weitere Parteien sind die Partido Liberarción Nacional oder die Partido Acción Ciudadana.

Wirtschaft

Der Agrarsektor bestimmt den größten Teil der costa-ricanischen Wirtschaft. Im ganzen Land finden sich große landwirtschaftlich genutzte Gebiete, auf denen Exportgüter wie Bananen und Kaffee angebaut werden. Immer wichtiger wird der Wirtschaftsfaktor Tourismus. Dieser bringt jedes Jahr Devisen im Milliardenbereich in das Land. Die sind insofern bedeutsam, da die Landeswährung einer jährlichen Inflation unterliegt, die um die zehn Prozent schwankt.

Die Situation für die Einheimischen ist daher nicht einfach. Die Lebenserhaltungskosten steigen stetig, das Lohnniveau aber nur wenig. Ein costa-ricanischer Arbeiter bekommt in der Regel nur wenige Hundert Dollar Lohn im Monat.

Wichtig sind deshalb auch die Tourismusdevisen, da trotz des Verkaufs von Agrargütern die Außenhandelsbilanz des Landes negativ ist. Costa Rica importiert mehr beziehungsweise teurere Waren, als es exportiert. Das wiederum hängt nicht zuletzt mit dem steten Preisverfall der landwirtschaftlichen Erzeugnisse zusammen.

Ein weiteres Problem der Wirtschaft ist die steigende Staatsverschuldung. Durch die hohen Importkosten kämpft die Regierung jedes Jahr aufs Neue mit einem Haushaltsdefizit und einer immer höheren Schuldverzinsung. Die Staatsverschuldung ist in den letzten Jahren auf fast 50 % des Bruttoinlandsprodukts angewachsen.

Ein wichtiger Erfolg für den Außenhandel Costa Ricas war im Jahr 2007 die Einrichtung einer Freihandelszone mit den USA und mehreren anderen mittelamerikanischen Staaten. Ein breites Bündnis im Land hat sich für diese Zone eingesetzt. Dadurch entfallen kostentreibende Zölle und ähnliche Handelshindernisse. Doch trotz des Abkommens ist Costa Ricas wirtschaftliche Zukunft mehr als ungewiss. Deshalb ist der Tourismus mittlerweile der wichtigste Zweig, bringt er doch bis zu einem bestimmten Rahmen verlässliche Einkünfte.

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Costa Rica


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