Die Geschichte Costa Ricas

Präkolumbianische Zeit

Bevor die Spanier Costa Rica kolonialisierten, war das land von zahlreichen Indianerstämmen bevölkert. Viele verschiedene Kulturen lebten in Friedens- und Kriegszeiten miteinander. Noch heute finden sich die Spuren der Völker, die einmal Costa Rica besiedelten. Die Chibcha beispielsweise waren als hervorragende Goldschmiede bekannt, was später die Spanier auf den Plan rief. Des Weiteren stellten sie große Steinkugeln her, die heute noch in Museen des Landes zu bestaunen sind. Einige Jadefiguren anderer Völker haben ebenfalls den Weg in die Museen gefunden. In den Wäldern finden sich zudem noch Überreste alter Siedlungen.

Kolumbus und die Spanier

1502 landete mit Kolumbus der erste Europäer in Costa Rica. Einige Jahre danach entsandte der spanische König Expeditionen in das Land. Die Europäer fanden Unmengen an Gold, weshalb sie das Land "Costa Rica", also "Reiche Küste", tauften.

Die ersten Spanier schleppten Krankheiten wie z.B. die Pocken in das Land ein. Schon bald war dadurch die indigene Bevölkerung ähnlich wie in anderen lateinamerikanischen Ländern massiv dezimiert.

Ab 1560 begann die systematische Kolonialisierung des Landes. Es entstanden spanische Siedlungen und Handelsposten. Aus dieser Zeit stammt beispielsweise die Stadt Cartago, die bis in das 19. Jahrhundert hinein Landeshauptstadt war. Wirklich glücklich waren die Spanier mit ihrer Kolonie aber nicht.

Die Goldvorräte waren weitaus geringer, als vermutet hatte. Die Indigenen waren nicht zahlreich genug, um sie als billige Arbeitskräfte zu missbrauchen. An der Karibikküste gab es zunächst Plantagen, die jedoch aufgrund der Piraterie aufgegeben werden mussten: Der Export funktionierte nicht mehr. Als Folge davon verkam Costa Rica mehr und mehr und wurde Rückzugsort für Schmuggler und Piraten.

Unabhängigkeit

1821 erklärte Costa Rica seine Unabhängigkeit und schloss sich der mittelamerikanischen Konföderation an. Diese wurde jedoch von Konflikten und Bürgerkriegen gebeutelt. So erklärte Costa Rica im Jahre 1838 erneut die Unabhängigkeit.

Für das Land begann eine unruhige Zeit, in der Machtfaktoren wie der Kaffeemarkt und das Militär eine große Rolle spielten. Ständig bestand die Gefahr von Bürgerkriegen. 1870 errichtete Tomás Guardia Gutiérrez eine Diktatur, die allerdings auf hohen Zuspruch stieß, da er die Macht der Kaffeebarone und des Militärs beschränkte und sich gleichzeitig für mehr Bildung im Land einsetzte.

Er begann mit dem Bau einer landeseigenen Eisenbahn, für den viele ausländische Arbeitskräfte nach Costa Rica kamen. 1889 gab es die ersten Wahlen im Land, doch mündeten sie erneut in Diktaturen.

Nach wie vor kam das Land nicht zur Ruhe und ein Despot löste den nächsten ab. In den frühen Vierzigern des 20. Jahrhunderts orientierte sich der Staat mehr an den USA, was 1941 zu einem Kriegseintritt seitens der Alliierten führte. Es folgten Wirtschaftskrisen und Inflation.

In den frühen Achtzigern gab es erneut eine wirtschaftliche Krise. Gleichzeitig brodelte es im Nachbarland Nicaragua. Luis Alberto Monge, der Präsident Costa Ricas, verkündete daher 1983 die unbewaffnete Neutralität seines Landes. Durch zahlreiche Reformen, die nach und nach in Kraft traten, wurde Costa Rica zu einer Republik.

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